VfB Stuttgart erklärter Turnierfavorit
"Klar, wir sind schon ein wenig stolz, dass die großen Vereine immer wieder gerne zu uns nach Haiterbach kommen", sagt Werner Schuon, der zusammen mit Thomas Scheffold für das 15. internationales U14-Turnier in der Kuckuckshalle verantwortlich zeichnet.
Stolz können die Turniermacher schon deshalb sein, weil es sich um das bedeutendste Turnier in Deutschland in dieser Altersstufe für Nachwuchsfußballer handelt.
Routine, ja die haben die Haiterbacher nach 14 erfolgreichen Veranstaltungen genug, doch eine Herausforderung ist das Turnier für die Fußballabteilung des TSV immer wieder. Kein Turnier ist wie das andere, vor allem sind die Verantwortlichen im Vorfeld der zweitägigen Großveranstaltung voll eingespannt. Dann, wann die Vereine am Samstagvormittag rechtzeitig zum Tunierstart die Kuckuckshalle betreten, sollte wieder einmal alles gerichtet sein. Passen muss es nicht nur in der Turnierleitung, sondern auch drum herum. Doch dafür sorgen viele Helfer, große und kleine, die meisten im Hintergrund.
Die Spieler der Bundesligavereine sind größtenteils bei Vereinsmitgliedern und Freunden des TSV Haiterbach in und um Haiterbach untergebracht. Familienanschluss nennt sich so etwas.
Immer wieder sind es Familien von Nachwuchsspielern aus den Vereinen der Umgebung, die sich um die Gäste kümmern. Immer wieder stellen diese dann fest, dass sich die Schalker, die Leverkusener, die Bayern, die Wiener, die Basler und auch die VfBler nur dadurch von den anderen Teenagern unterscheiden, dass sie eben ein wenig besser Fußball spielen können.
Der besondere Reiz des Haiterbacher U14-Turniers liegt in der Zusammenstellung der Mannschaften. Dem Organisationsteam liegt der lokale Charakter besonders am Herzen. Das Publikum kommt nämlich längst nicht nur wegen der möglichen Stars von morgen in die Halle, die Mütter, Väter, Omas, Opas, Tanten und Onkels mögen die sportlichen Vergleiche zwischen den Jungkickern aus den Dorfvereinen der Umgebung und den namhaften Vereinen und machen Stimmung.
So freuen jetzt schon die Nachfußballer aus Berneck und Wart, aus Walddorf, Simmersfeld, Talheim, Egenhausen, Dornstetten und Haiterbach auf die ungewöhnlichen Aufeinandertreffen. Die Chancen auf einen Sieg gegen die Bundesligavereine ist zwar nicht groß, doch mitunter reicht ja auch eine knappe Niederlage, um mit sich und der Welt zufrieden zu sein.
Mitmischen werden am Wochenende in Haiterbach zudem die Auswahlmannschaften der Bezirksstützpunkte Böblingen/Calw und Freudenstadt.